Mittwoch, 2. November 2011

Vom gewissen Etwas

Gibt es das wirklich, das gewisse Etwas? Darüber habe ich heute während meiner Zugfahrt nachgedacht.

Rushhour in der S-Bahn. Man findet sich eingequetscht in eine, so scheint es, undurchdringliche Menschenmasse. Lange, gelangweilte Gesichter. 20 Minuten hier, iPod da. Wo man auch Hinblickt, es gibt keinen Glanz in den Augen der Menschen. Niemand der sich für den anderen interessiert. Eine normale Alltagssituation also, wie sie alle Pendler unter euch ebenfalls kennen.

Und doch, es gibt sie, diese Lichtblicke. Diese Menschen, die einem in der Masse ins Auge stechen. Wie diese Frau heute. Ich weiss nicht, was es war. Aber ich denke, sie hatte es – dieses mysteriöse gewisse Etwas, das so schwer zu beschreiben ist. Als einzige Person in einem Waggon mit unzähligen anderen Menschen, hatte sie dieses Leuchten. Dieses wache und präsente an ihr, das mir unmittelbar in einer intensiven Klarheit aufgefallen ist, hat mich fasziniert. In der ganzen Masse schien es, als „leuchte“ sie richtiggehend. Und so kam ich auf die Gedanken rund um das gewisse Etwas.

Zurzeit lese ich ein Buch, indem es am Rande um Aka geht. Beschrieben wird Aka (Begriff aus der Huna Philosophie) als Schatten, Reflektion, Ähnlichkeit, Bild, Klarheit, Leuchten oder als Aura, was ich spannend finde, denn ich wage zu behaupten, dass man die Aura/Energie von gewissen Menschen, aus welchen Gründen auch immer, tatsächlich wahrnehmen kann.

Du sitzt beispielsweise in einem Restaurant und siehst einen Menschen unter hunderten in einem hellen Licht aus der Masse herausstechen. Mag sein, dass der eine oder andere von euch nun insgeheim denkt, dass das auch eine sexuell motivierte, unterbewusste Wahrnehmung sein könnte.

Nun ja, ich bin nicht Sigmund Freud. Doch ich glaube nicht, dass dieses „Sehen“ rein aus sexuellem Trieb heraus geschieht. Sagt man denn nicht auch: „Die Menschen ziehen nicht das an, was sie wollen, sondern das, was sie sind?“ Jedenfalls werde ich dem Phänomen „des gewissen Etwas“ in Zukunft mutiger und offener auf den Grund gehen.

Wer weiss, vielleicht handelt es sich bei diesen „Strahlemenschen“ ja um jemanden, den wir, aus welchem Grund auch immer, kennenlernen sollten? Womöglich sollten wir diese besonderen Menschen kennenlernen, weil sie uns in irgendeiner Weise wichtig sein werden? Vielleicht für unsere persönliche Entwicklung oder unseren beruflichen Weg?

Wieso sonst sollten wir Menschen „erkennen“, obwohl wir sie noch nie gesehen haben?

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