Donnerstag, 13. Dezember 2012

Gehörlos

Und ich schreie, schreie und schreie
Stimme, die immer dünner wird
Angst findet kein Gehör
Wut findet kein Gehör
Empörung findet kein Gehör
Not findet kein Gehör
Sehnsucht findet kein Gehör
Leiden findet kein Gehör
Verzweiflung findet kein Gehör
Noch nicht einmal Liebe stösst auf offene Ohren
Welt, wann bist Du taub geworden?

Mittwoch, 7. November 2012

Ein letztes Mal

Nasse Strassen liegen im Dunkeln
Und Menschen sitzen in warmen Cafes
Wenn die Tage kühler werden
Und lange Nächte uns in Schatten hüllen
Wünschte ich diese Stimme in mir verstummte,
die mich wissen lässt

Ich kann nicht machen,
dass du mich liebst
Du kannst nicht machen,
dass dein Herz für mich schlägt
Wenn es seine eigenen Wege geht
Darum braucht es keine Worte

Leg dich einfach hin
Leg dich ein letztes Mal hin
Und halt mich innig und fest
Lass uns die letzten Stunden geniessen
Bevor du die Tür hinter dir schleisst
Geschichte, die in die Vergangenheit fliesst

Ich weiss, ich kann nicht machen,
dass du mich liebst
Und Du kannst nicht machen,
dass dein Herz für mich schlägt
Wenn es seine eigenen Wege geht
Darum, bitte, sag jetzt nichts

Lass mich deine Wärme spüren
Ich will nochmals deine Haut berühren
Lass mich diese Welt für eine Weile vergessen
Bis unser letzter Morgen anbricht
Ich wünschte diese Stimme in mir verstummte,
die mich wissen lässt

Ich kann nicht machen,
dass du mich liebst
Und du kannst nicht machen,
dass dein Herz für mich schlägt
Wenn es seine eigenen Wege geht
Aber ich weiss, ich habe diese Liebe gelebt


Ich weiss, ich habe für diese Liebe gelebt

Dienstag, 6. November 2012

Moulinette

Berauscht vom Wein und der Musik
Im Wechselspiel von Legato zu Stakkato
War ich glücklich, Schritt für Schritt
Und hab mich dazu im Kreis gedreht
Immer und immer wieder im Kreis gedreht

Und sie sangen von verlorenen Seelen
Von unglücklicher Liebe und von Sehnsucht
Als mir 1000 Tränen in die Augen stiegen
Hab ich mich nochmals im Kreis gedreht
Immer und immer wieder im Kreis gedreht

Und in ihren Augen lag die Melancholie
Vom Heimweh nach der vertrauten Heimat
Als meine Lippen ihre Worte sprachen
Hast du mich immerzu im Kreis gedreht
Immer und immer wieder im Kreis gedreht

Und mit jedem Schritt, ob sanft ob stolz
Wusste ich, dieser Moment ist Leidenschaft
Wenn das Herz im Takt der Wehklagen schlägt
Und ich hab mich wieder im Kreis gedreht
Immer und immer wieder im Kreis gedreht

Montag, 5. November 2012

Wenn Wolken aufbrechen

Diese Zeilen sind für alle mit gebrochenem Herzen
Diese Zeilen sind für alle, die nicht mehr aus dem Bett hochkommen
Mit dem sehnsüchtigen Wunsch, endlich zu entkommen
Weil Wolken aufbrechen und blauer Himmel aufzieht

Ich weiss, es ist nicht leicht
Dieses Gefühl zurückzulassen
Wenn Wolken aufbrechen
Und blauer Himmel aufzieht

Diese Zeilen sind für alle, die sich selbst nicht mehr kennen
Diese Zeilen sind für alle, die schon lang nicht mehr weinen
Mit dem sehnsüchtigen Wunsch, endlich zu vergessen
Weil Wolken aufbrechen und blauer Himmel aufzieht

Diese Zeilen sind für alle, die noch wagen zu Träumen
Diese Zeilen sind für alle, die unendlich lang warten
Mit dem sehnsüchtigen Wunsch, endlich Heilung zu finden
Weil Wolken aufbrechen und blauer Himmel aufzieht

Ich weiss, es ist nicht leicht
Dieses Gefühl zurückzulassen
Wenn Wolken aufbrechen
Und blauer Himmel aufzieht

Diese Zeilen sind für alle mit namenlosen Narben
Diese Zeilen sind für alle auf offener See ohne Hafen
Mit dem sehnsüchtigen Wunsch, endlich heimzukehren
Weil Wolken aufbrechen und blauer Himmel aufzieht

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Melancholie einer Sommerseele

Strickmütze im Gesicht, Musik in den Ohren
Ein kalter Lufthauch lässt die Knochen erstarren
So schreite ich durch die herbstnassen Strassen
Mit meiner Sehnsucht nach wärmeren Zeiten

Und ich tanze schweigend zum Takt der fallenden Blätter
Die ein letztes Mal in Rot, Gelb und Gold aufleuchten
Bevor sie auf dem nasskalten Boden landen
Sich unweigerlich in grauen Brei verwandeln

Und feuchter Niesel schlingt sich um meinen Körper
Greift eiskalt nach meinem bleichen Gesicht
Legt sich melancholisch auf meine Sommerseele
Während ich mich leichtfüssig durch diese Strassen stehle

Es ist diese eigentümliche Stille nach dem Schnee
Die alle Geräusche verschlingt und deren Stimme raubt
Eine Einsicht, die mich verzweifelt aufschreien lässt
Weil schon wieder ein Jahr mich klanglos verlässt

Dienstag, 30. Oktober 2012

Maybe or Maybe Not

Here I am
The same old story
Sitting bored in this stylish place
Listen to another guys’ words
Who tells me all his brilliant feats
That happened maybe or maybe not

Here I am
The same old story
Day by day, another try
I am not aware of any truth
Is this real or just a dream?
Everything could happen or maybe not

Here I am
The same old story
Can’t get my thoughts away from you
While another guy is trying here
He does it all, probably even more
Makes it happen, would maybe better not

Here I am
The same old story
Another coffee, another cigarette
Another day, another guy
Another story, another feat
Maybe you miss me too or maybe not

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Erlöschendes Licht

Komm, mach es aus, unser Licht
Nein, ich fürchte mich nicht
Lass mich alleine, ich komm schon klar
Denk nicht daran, zum Abschied zu lächeln
Geh weg, hau einfach ab
Denn in meinem Kopf spielt die Anarchie
Deshalb, geh weg, hau lieber ab
Komm, mach es aus, unser Licht
Nein, nein, nein, ich fürchte mich nicht

Auf Wiedersehen Freund, ich brauche dich nicht
Auf Wiedersehen Freund, du bist es, der verliert
Geh weg, hau einfach ab
Öffne die Tür und renn davon
So wie du es bei allen tust
Auf Wiedersehen Freund, du bist es, der verliert
Lass mich allen, raus jetzt hier
Komm, mach es aus, unser Licht
Nein, nein, nein, ich fürchte mich nicht

Lass mich fallen, so wie du es bei allen tust
Weil es das einzige ist, was du wirklich kannst
Auf Wiedersehen Freund, ich brauche dich nicht
Auf Wiedersehen Freund, du bist es, der verliert
Lass mich, hau ab, ich komm schon klar
Und denk nicht daran, zum Abschied zu lächeln
Jetzt geh, geh weg, hau einfach ab
Komm, mach es aus, unser Licht
Nein, nein, nein, ich fürchte mich nicht

Dienstag, 23. Oktober 2012

Elisabeth, die göttlich Schöne

Tapfer, kämpferisch und dabei so göttlich schön
Bist du Trost und Liebe für diese Welt – doch niemals für dich selbst
Und ich sehe deinen Kampf
Und ich sehe deinen Schmerz
Und ich sehe deine Dämonen
Und ich weine deine Tränen
Denn deine traurigen Augen berühren mein Herz
Wenn ich in deine Seele blicke, die sich selbst nicht erkennt
Und wenn du tanzt und lachst und Lust verschenkst
Weiss ich, wie sehr Du nach Hilfe schreist
Und dann reiche ich dir meine Hand
Wissend, sie ist zu kurz, dich je zu erreichen
Zu weit weg hast du dich selbst verbannt
Doch werde ich nie aufhören, nach dir zu tasten
Mit meiner viel zu kurzen Hand

Sonntag, 14. Oktober 2012

Hidden Demons

These days are so far from it all
So am I, so am I
With this only heart in hand
And I think and think and think

I can tell, it’s far too much
When hidden demons waiting
Just to pull peaces off that skin
So I better think and think and think

I am not the girl I used to be
Back then in the golden age
When I was so young at heart
So I think and think and think

Keep looking for the frequency
To send you wordless messages
Nicely colored but dressed in black
That let you think and think and think
Of you and I and what we once used to be

Freitag, 12. Oktober 2012

Home of Homeless Souls


Longing for kisses and some music to dance
Records to sing along
And a hole to put this body in
When desire shouts my name

I was happy in your arms
On this Friday night
Dance floor to turn and turn again
Carousel that never stops
Yes, it was Friday, darkest night

And what I needed was a lover
Just to kill this evil craving
With closed eyes under spotlights heat
Only flesh and bones ahead
In this home of the homeless souls

I was happy in your arms
On this Friday night
Dance floor to turn and turn again
Carousel that never stops
Yes, it was Friday - darkest night

In this home of the homeless souls
In this home of the homeless souls
In this home of the homeless souls

When I was looking for numbness
Just to kill this evil craving
With closed eyes under spotlights heat
My shattered memories on the floor
In this home of the homeless souls

In this home of the homeless souls
In this home of the homeless souls
In this home of the homeless souls
Where I buried this odd body
On a lonely Friday night

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Von mir, vom Leben, vom Glauben und von HUNA

Wie jeder Mensch stehe auch ich manchmal plötzlich vor einem sich auftürmenden Berg von Problemen und Herausforderungen, die es einem fast verunmöglichen, die Weitsicht zu behalten. Steht man also vor diesem abstrakten Berg und schaut hinauf, fühlt man sich verschwindend klein und machtlos. Womöglich verliert man nicht bloss den richtigen Weg aus den Augen sondern wird auch vom Mut verlassen und glaubt nicht mehr daran, diesen mächtigen Anstieg je in Angriff nehmen zu können.

Was passiert? Man befindet sich im Stillstand, leidet unter fehlendem Selbstvertrauen und Orientierungslosigkeit. Man ist irgendwo gefangen. Und das schlimmste daran ist, dass diese negativen Gefühle, diese depressive Stimmung unsere Lebensenergie blockiert, was sich letztlich leider auch auf unsere Gesundheit auswirkt.

Nun ist es so, dass ich, wie viele Menschen heute, zwar religiös erzogen wurde, mich aber mit dieser doch sehr irdischen Doktrin nie wirklich identifizieren konnte. Als Folge lebe ich konfessionslos. Konfessionslos zu sein, heisst in meinem Fall allerdings nicht, dass ich Atheistin bin und damit nicht gläubig. Ich bin sehr wohl gläubig und falle deshalb in die Kategorie “Agnostikerin“. In Wikipedia wird Agnostizismus wie folgt umschrieben. „Der Begriff Agnostizismus bezeichnet die philosophische Ansicht, dass bestimmte Annahmen – insbesondere solche theologischer Art, welche die Existenz oder Nichtexistenz einer höheren Instanz, beispielsweise eines Gottes, betreffen – entweder ungeklärt sind oder grundsätzlich nicht zu klären sind.“

Ich glaube, dass es im Wesen des Menschen liegt, zu glauben. Glauben lässt uns gerade in schwierigen Situationen, wie oben erwäht, Hoffnung und Zuversicht schöpfen. Hoffnung und Zuversicht sind in meinen Augen die beiden Energien, die uns erlauben, in Kraft und Stärke zu leben. Ich habe für mich definiert, meinen Gott „Universum“ zu nennen.

Zudem habe ich in einer uralten Hawaiianischen Lehre, genannt „Huna“, einen für mich passenden Leitfaden gefunden, der mich immer wieder auf den richtigen Weg zurück führt, falls ich mich wieder mal in etwas verrannt habe – was mir leider immer wieder mal passiert. Aber na ja, das ist ja auch das schöne am Menschsein und daran, zu leben.

Huna ist sehr komplex und es gibt genügend Literatur darüber. Ich möchte versuchen, in meinem Blog eine kleine Einführung zu den sieben einfachen Prinzipien von Huna zu geben. Vielleicht können Sie auch Dir irgendwann von Nutzen sein.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Begegnungen des Herzens


Ich glaube, jede Begegnung, die uns im Innersten berührt, ist ein Geschenk vom Universum an uns. Egal ob sie uns zum Lachen bringt, zum Weinen, zum Zweifeln oder Nachdenken.

Selten ist von Anfang an klar, was diese Begegnung für uns oder für unser Leben bedeutet. Denn wir alle sind von unseren Sehnsüchten, Erfahrungen und Ängsten beeinflusst. Dennoch, ich glaube daran, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen - Innehalten, Fühlen und versuchen zu Verstehen.

Echte Begegnungen des Herzens sind selten. Aber sie sind Chancen, alle. Wenn wir den Mut haben sie vorbehaltlos und ohne Wertung anzunehmen, werden sie uns neue Welten eröffnen und uns Erkenntnis und Stärke mit auf den Weg geben.

Begegnungen des Herzens verändern und prägen uns, und sie verleihen unserem Leben erst Sinn.

Montag, 1. Oktober 2012

Lange Schatten

Erleuchtung sollte leichter zu finden sein
Bewege nur Schatten, niemals mehr mich
Und Männer die vorgeben zu strahlen
Werfen mit langen Schatten nach mir
Mit ihren hellen Augen blenden sie mich
 
Aber was kümmert’s mich?
Das Gefühl von morgen strahlt mir entgegen
Sinn des Lebens, so leicht zu entwenden
Und nach dieser Nacht rennen sie schnell
Helle Augen versteckt hinter dunklen Brillen  

Aber was kümmert’s mich?
Das Gefühl von morgen strahlt mir entgegen
Männer, so dunkel und blind wie die Nacht
Werfen mit ihren langen Schatten nach mir
Bloss funkelnde Sternen in ihren Augen

Erleuchtung sollte leichter zu finden sein
Und nach dieser Nacht rennen sie schnell
Gewissen versteckt hinter dunklen Brillen
Mit ihren hellen Augen blenden sie sich
Bewegen nur Schatten – aber niemals mehr mich!

Freitag, 28. September 2012

Gewöhnlich

Und wo alle ach so aussergewöhnlich sind - bin ich für gewöhnlich, gewöhnlich.
Und für gewöhnlich, ist gewöhnlich gut - genug! 

Eine Nacht für die Ewigkeit

Ich fand meinen Sinn
Doch das warst nicht Du
Du warst meine Inspiration
Aber ich wusste es immer
Sterben werde ich allein
Hier bin ich also wieder
Eine Nacht, meine Ewigkeit

Hab keine Angst
Ich bin hier und meine es
Tauche ab in diesen einen Moment

Noch nie träumte ich
So wie Du mich verführst
Und höre Dich flüstern
Komm, lass uns gehen
Gib dieser Nacht einen Sinn
Und ich atme deine Kraft
Eine Nacht, meine Ewigkeit

Hab keine Angst
Ich bin hier und meine es
Lebe für diesen einen Moment

Ja, ich liebte zuvor
Und es war echt
Die Liebe und ich
Erfahrung zeigt aber
Ich sollte jetzt gehen
Und ich sage dir stumm
Diese Nacht ist meine Ewigkeit

Hab keine Angst
Ich bin hier und meine es
Tauche ab in diesen einen Moment

Vielleicht bleibe ich diesmal
In dieser lustvollen Illusion
Und ich atme deine Kraft
Komm, lass uns gehen
Gib dieser Nacht einen Sinn
Diese Nacht ist unsere kleine Ewigkeit

Dienstag, 25. September 2012

Reise ohne Ziel

Türe schliessen, Motor starten
Hinunter mit der Scheibe
Ich hebe meine Hand und winke
Auf Wiedersehen altes Leben

Kinder rennen im Garten
Sie lachen und spielen verstecken
Und höre mich selber sagen
Wie konnte die Zeit so schnell vergehen?

Und im Rückspiegel sehe ich
Was nun hinter mir bleibt
Und ich trete das Pedal
Und fahre los, fahre ganz schnell los

Führe Konversation im Kopf
Ohne Worte: die genügen hier nicht
Und Lieblingslieder dudeln im Rekorder
Wiederholen sich in der Endlosschlaufe

Mein Kofferraum proppevoll gepackt
Mit Musik, Büchern und kleinen Schätzen
Habe ich ein Lachen im Gesicht
Aber eine Scheissangst in mir drin

Und im Rückspiegel sehe ich
Was nun hinter mir bleibt
Ich trete das Pedal
Fahre weiter, fahre immer weiter

Und falls ich jemals ankommen sollte
Werden meine Erinnerungen die Tränen trocknen
Denn irgendwie wirst du immer bei mir sein
Und Wind in meine Segel geben

Und irgendwann, wenn ich jemals ankommen sollte
Werden meine Erinnerungen die Tränen trocknen
Denn irgendwie wirst du immer bei mir sein
Und Wind in meine Segel geben

Und im Rückspiegel sehe ich
Was nun hinter mir bleibt
Und ich trete das Pedal
Weiter geht's auf meiner Reise ohne Ziel

Montag, 24. September 2012

Marionette der Zeit

Auch ich bin nichts weiter, als eine lebende Tote – eine graue Marionette im Theater der heutigen Zeit! Puppengleich abgestumpft und innen fade und leer. Bin ein Statist, nur eine einsame Seele, die sich schattengleich versteckt hinter dieser Grinsemaske, aus Angst zu Versagen. Ist man ehrlich, zieht man nackte Bilanz - ich bin nichts weiter als ein Laufbandtreter, chancenlos einen Schritt in die richtige Richtung zu tun.

Und ich weiss, da im Dunkeln sitzt das Publikum der Echten und lacht. Amüsiert sich auf meine Kosten, isst gar Popcorn dazu! Und mein Name ist Kasper. Lächerlich strampelnd, gefesselt an unsichtbaren Fäden! Hänge hier als Abbild einer verlorenen Generation und spiele zum Takt eines anderen. Willkommen auf meiner Bühne, es ist "Leben 2012".

Und ich will doch bloss runter von diesen Brettern, aus dieser grotesken Inszenierung entfliehen. Will endlich wieder Mensch sein, will wieder echt sein und frei. Also reich mir ein Messer, das wäre besser als ein auflehnender Schrei!

Freitag, 7. September 2012

Kleinmädchentraum

Ich kannte dieses Mädchen. Ihr Herz war so unschuldig und fein.
Ein zierliches Persönchen, ganz zerbrechlich und klein.
Und sie träumte von der Liebe, und von der Freiheit vom sein.
Und eines Tages traf sie ihn – und wusste, das ist Daheim.

Regentanz

Dunkel war’s und hat in strömen geregnet
Tropfnass glitschig sind wir uns damals begegnet
Und der Alkohol floss, wie das Wasser zum Gulli
Dann ein Kuss, übermütig frech, wie ein tollender Hund
Schwups, war deine Zunge in meinem kirschroten Mund
Schulmädchenhaft glucksend, hab ich peinlich gekichert
Dir lallend und wortreich meine ewige Liebe versichert
Ja, es war ein Spiel, ein Reigen, eine fröhliche Zeit
Und keiner war bei sich und keiner bereit
Ein flüchtiger Moment, ein unwirklicher war es
Euphorisch berauscht und spielerisch eben
Nichts ahnend, nichts planend vergeht seither die Zeit
Ich besuch dich zuhause, der Weg ist nicht weit
Und ich will doch nichts anderes, als tanzen und lachen
Es ist an der Zeit, lass uns endlich dieses Feuer entfachen!

Dienstag, 4. September 2012

So oder so

Ich kann Tränen vergiessen, weil sie gegangen ist
Oder ich kann lachen, weil sie da war

Ich kann meine Augen schliessen und beten, dass sie zurückkommt
Oder ich kann meine Augen für alles öffnen, was sie gebracht hat

Mein Herz kann leer sein, weil ich sie nicht sehen kann
Oder es kann voller Liebe sein, die wir beide teilen durften

Ich kann dem Morgen den Rücken kehren und in der Vergangenheit leben
Oder ich kann mich wegen gestern auf morgen freuen

Ich kann mich stets daran erinnern, dass sie nun weg ist
Oder ich preise die Erinnerung und lasse sie weiterblühen

Ich kann weinen und meinen Verstand verschliessen,
leer sein und allem meinen Rücken zukehren

Oder ich kann tun, was sie gewollt hätte -
Lachen, mein Herz öffnen, lieben und weitergehen

Donnerstag, 30. August 2012

Diese Gabe

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr realisiere ich den Einfluss der Geisteshaltung auf das Leben. Geisteshaltung ist für mich wichtiger als Fakten. Sie ist wichtiger als die Vergangenheit, als Bildung, als Geld, als Umstände, als Versagen, als Erfolg und wichtiger als das, was andere Menschen sagen oder tun. Sie ist wichtiger als das Auftreten, als Begabung oder Fertigkeit. Mit ihr steht und fällt eine Kirche, ein Staat – oder gar ein Zuhause.

Das Bemerkenswerte daran ist, wir haben jeden Tag aufs Neue die Wahl, mit welcher Haltung wir ihn meistern wollen. Sie lässt mich wachsen oder verkümmern. Sie alleine entfacht mein Feuer oder befällt meine Hoffnung. Wenn meine Einstellung stimmt, ist kein Berg zu hoch, kein Tal zu tief, kein Traum zu extrem und keine Herausforderung zu gross für mich.

Wir können unsere Vergangenheit nicht ändern und wir können nicht ändern, dass Menschen in einer bestimmten Weise handeln. Genauso wenig können wir das Unvermeidliche verhindern.
Alles, was wir tun können, ist, mit dieser einen Stärke zu spielen – unserer Geisteshaltung.

Ich glaube, mein Leben besteht zu 10 Prozent aus dem, was mir passiert und zu 90 Prozent daraus, wie ich darauf reagiere. Und ich glaube, das selbe gilt auch für dich.

Mittwoch, 29. August 2012

Versteckt


Wo bist du geblieben, du mein wunderschöner?
Versteckst dich hinter dieser dicken Wand 
Und wartest zu, in deinem besten Gewand
Kein Lichtstrahl bei dir - auch kein Abenteuer das lockt
Und wartest, dass etwas passiert - wartest, dass es rockt
Doch erwache mein hübscher, mach dich bald auf von hier 
Denn das Leben, glaub’ mir, spielt hier draussen bei mir