Freitag, 28. September 2012

Gewöhnlich

Und wo alle ach so aussergewöhnlich sind - bin ich für gewöhnlich, gewöhnlich.
Und für gewöhnlich, ist gewöhnlich gut - genug! 

Eine Nacht für die Ewigkeit

Ich fand meinen Sinn
Doch das warst nicht Du
Du warst meine Inspiration
Aber ich wusste es immer
Sterben werde ich allein
Hier bin ich also wieder
Eine Nacht, meine Ewigkeit

Hab keine Angst
Ich bin hier und meine es
Tauche ab in diesen einen Moment

Noch nie träumte ich
So wie Du mich verführst
Und höre Dich flüstern
Komm, lass uns gehen
Gib dieser Nacht einen Sinn
Und ich atme deine Kraft
Eine Nacht, meine Ewigkeit

Hab keine Angst
Ich bin hier und meine es
Lebe für diesen einen Moment

Ja, ich liebte zuvor
Und es war echt
Die Liebe und ich
Erfahrung zeigt aber
Ich sollte jetzt gehen
Und ich sage dir stumm
Diese Nacht ist meine Ewigkeit

Hab keine Angst
Ich bin hier und meine es
Tauche ab in diesen einen Moment

Vielleicht bleibe ich diesmal
In dieser lustvollen Illusion
Und ich atme deine Kraft
Komm, lass uns gehen
Gib dieser Nacht einen Sinn
Diese Nacht ist unsere kleine Ewigkeit

Dienstag, 25. September 2012

Reise ohne Ziel

Türe schliessen, Motor starten
Hinunter mit der Scheibe
Ich hebe meine Hand und winke
Auf Wiedersehen altes Leben

Kinder rennen im Garten
Sie lachen und spielen verstecken
Und höre mich selber sagen
Wie konnte die Zeit so schnell vergehen?

Und im Rückspiegel sehe ich
Was nun hinter mir bleibt
Und ich trete das Pedal
Und fahre los, fahre ganz schnell los

Führe Konversation im Kopf
Ohne Worte: die genügen hier nicht
Und Lieblingslieder dudeln im Rekorder
Wiederholen sich in der Endlosschlaufe

Mein Kofferraum proppevoll gepackt
Mit Musik, Büchern und kleinen Schätzen
Habe ich ein Lachen im Gesicht
Aber eine Scheissangst in mir drin

Und im Rückspiegel sehe ich
Was nun hinter mir bleibt
Ich trete das Pedal
Fahre weiter, fahre immer weiter

Und falls ich jemals ankommen sollte
Werden meine Erinnerungen die Tränen trocknen
Denn irgendwie wirst du immer bei mir sein
Und Wind in meine Segel geben

Und irgendwann, wenn ich jemals ankommen sollte
Werden meine Erinnerungen die Tränen trocknen
Denn irgendwie wirst du immer bei mir sein
Und Wind in meine Segel geben

Und im Rückspiegel sehe ich
Was nun hinter mir bleibt
Und ich trete das Pedal
Weiter geht's auf meiner Reise ohne Ziel

Montag, 24. September 2012

Marionette der Zeit

Auch ich bin nichts weiter, als eine lebende Tote – eine graue Marionette im Theater der heutigen Zeit! Puppengleich abgestumpft und innen fade und leer. Bin ein Statist, nur eine einsame Seele, die sich schattengleich versteckt hinter dieser Grinsemaske, aus Angst zu Versagen. Ist man ehrlich, zieht man nackte Bilanz - ich bin nichts weiter als ein Laufbandtreter, chancenlos einen Schritt in die richtige Richtung zu tun.

Und ich weiss, da im Dunkeln sitzt das Publikum der Echten und lacht. Amüsiert sich auf meine Kosten, isst gar Popcorn dazu! Und mein Name ist Kasper. Lächerlich strampelnd, gefesselt an unsichtbaren Fäden! Hänge hier als Abbild einer verlorenen Generation und spiele zum Takt eines anderen. Willkommen auf meiner Bühne, es ist "Leben 2012".

Und ich will doch bloss runter von diesen Brettern, aus dieser grotesken Inszenierung entfliehen. Will endlich wieder Mensch sein, will wieder echt sein und frei. Also reich mir ein Messer, das wäre besser als ein auflehnender Schrei!

Freitag, 7. September 2012

Kleinmädchentraum

Ich kannte dieses Mädchen. Ihr Herz war so unschuldig und fein.
Ein zierliches Persönchen, ganz zerbrechlich und klein.
Und sie träumte von der Liebe, und von der Freiheit vom sein.
Und eines Tages traf sie ihn – und wusste, das ist Daheim.

Regentanz

Dunkel war’s und hat in strömen geregnet
Tropfnass glitschig sind wir uns damals begegnet
Und der Alkohol floss, wie das Wasser zum Gulli
Dann ein Kuss, übermütig frech, wie ein tollender Hund
Schwups, war deine Zunge in meinem kirschroten Mund
Schulmädchenhaft glucksend, hab ich peinlich gekichert
Dir lallend und wortreich meine ewige Liebe versichert
Ja, es war ein Spiel, ein Reigen, eine fröhliche Zeit
Und keiner war bei sich und keiner bereit
Ein flüchtiger Moment, ein unwirklicher war es
Euphorisch berauscht und spielerisch eben
Nichts ahnend, nichts planend vergeht seither die Zeit
Ich besuch dich zuhause, der Weg ist nicht weit
Und ich will doch nichts anderes, als tanzen und lachen
Es ist an der Zeit, lass uns endlich dieses Feuer entfachen!

Dienstag, 4. September 2012

So oder so

Ich kann Tränen vergiessen, weil sie gegangen ist
Oder ich kann lachen, weil sie da war

Ich kann meine Augen schliessen und beten, dass sie zurückkommt
Oder ich kann meine Augen für alles öffnen, was sie gebracht hat

Mein Herz kann leer sein, weil ich sie nicht sehen kann
Oder es kann voller Liebe sein, die wir beide teilen durften

Ich kann dem Morgen den Rücken kehren und in der Vergangenheit leben
Oder ich kann mich wegen gestern auf morgen freuen

Ich kann mich stets daran erinnern, dass sie nun weg ist
Oder ich preise die Erinnerung und lasse sie weiterblühen

Ich kann weinen und meinen Verstand verschliessen,
leer sein und allem meinen Rücken zukehren

Oder ich kann tun, was sie gewollt hätte -
Lachen, mein Herz öffnen, lieben und weitergehen